Welttierschutztag am 4. Oktober 2020

Der Welttierschutztag geht zurück auf den Heiligen Franz von Assisi, den Schutzpatron der Tiere, der am 4. Oktober 1228 heilig gesprochen wurde.

Jährlich nutzen Tierschützer in der ganzen Welt  diesen Tag,  um auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen, welches durch den Menschen verursacht wird.

Der Deutsche Tierschutzbund, dem auch das Tierheim Wipperfürth als Mitglied  angehört, hat für den diesjährigen Welttierschutztag das Leitmotto „Zusammen für Tierheime“ ausgegeben. Die Tierschützer wollen damit u.a. auf die schwierige Situation der Tierheime aufmerksam machen, die die Corona-Krise mit sich gebracht hat.

Während der Corona-Krise wurden vermehrt Haustiere angeschafft. Da Tierheime teilweise geschlossen waren bzw. nur unter bestimmten Bedingungen vermittelt werden konnte, wurden viele Tiere direkt von Züchtern gekauft. Es kann sein, dass einige beim Züchter, im Handel oder über das Internet unüberlegt angeschafften Haustiere über kurz oder lang in den Tierheimen landen werden – befürchtet Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Bis jetzt ist diese Tendenz in Wipperfürth noch nicht erkennbar. Möglicherweise ergibt es sich, wenn die Situation wieder „normal“ ist.

Die Vermittlung in unserem Tierheim war zwar möglich, aber eben schwieriger. Was aber an Geld definitiv fehlt, sind die Einnahmen aus den Festen. Das Sommerfest wurde ebenso abgesagt wie der Scheunenzauber. Auch der Stand auf dem Alternativen Adventsmarkt in Wipperfürth kann nicht aufgebaut werden, da der  Markt abgesagt wurde.

Heute möchten die Tierfreunde darauf aufmerksam machen, dass es neben der Vermittlung durch das Tierheim auch die Möglichkeit gibt, Tiere in Pflegestellen zu übernehmen. Das kann alle Arten von Tieren betreffen, wie z.B. Katzen, Hunde, Kaninchen. Oft sind es Tiere, die alt und/oder  krank sind und denen für ihre letzte verbliebene Lebenszeit ein schönes Zuhause geboten werden soll. Obwohl es natürlich allen unseren Schützlingen im Tierheim gut geht, kann ein Zuhause mit dauerhafter Zuwendung und Familienanschluss bei uns nicht geleistet werden. Vielen Tieren geht es dann auch schlagartig besser. Manche Tiere fühlen sich einfach im Tierheim nicht wohl. Bevor sie sich aufgeben, sollte eine Möglichkeit gefunden werden, ihnen das Zuhause zu bieten, nach dem sie sich sehnen.

Es gibt schon jetzt  ein paar Familien, die gerne bereit sind, Tiere in Pflegestellen manchmal auch Endpflegestellen aufzunehmen. Aber leider haben wir nicht genügend solcher tierfreundlicher Haushalte. Bei Interesse wird dann ein Vertrag gemacht, der u.a. zusichert, dass der Tierschutzverein Wipperfürth e.V. (als Träger des Tierheims Wipperfürth) die Tierarztkosten zahlt. Auch das Futter würde vom Verein übernommen, wird aber meistens nicht in Anspruch genommen. Außerdem sind die Hunde weiterhin über den Verein versichert.

 

Welthundetag am 10. Oktober

 

Seit Jahren wird am 10. Oktober der „Welthundetag“ begangen. An dem Tag wird besonders daran erinnert, dass Hunde seit Generationen treue Begleiter des Menschen sind. Sie sind Haustiere aber auch oft im „Dienst“, sei es bei der Polizei, dem Zoll, als Blindenhunde, als  Rettungshunde, als Hütehunde, als Begleiter für kranke Kinder etc. etc.  Die Liste ließe sich noch fortsetzen.

Viele Hunde kommen ins Tierheim, weil die Besitzer aus den verschiedensten Gründen überfordert sind, die Zeit nicht mehr haben oder auch aus anderen Gründen. In den Tierheimen werden die Hunde gut ver- und umsorgt. Aber ein eigenes Zuhause ist natürlich immer viel besser.

Das Tierheim Wipperfürth möchte den Blick heute auf drei Hunde im Tierheim richten, die unbedingt bald in ein neues Zuhause ziehen sollten, die aber auf jeden Fall zu hundeerfahrenen Menschen bzw. Menschen mit Sachkundenachweis müssen. Es sind Skipper und die beiden American Bullogs Milla und Bob.

 

Der Mischling Skipper, der im nächsten Monat 13 Jahre  (!!) alt wird, kam nach 6 Jahren aus der Vermittlung zurück,  da er sich leider gegenüber seinen Besitzern immer mal wieder negativ verhalten hat. Dieses Verhalten konnten die ehemaligen Besitzer nicht korrigieren. Skipper ist definitiv kein Kuschelhund! Er braucht Menschen, die ihm klar sagen, was zu tun ist. Er hat leider nie Konsequenzen und klare Führung seitens des Hundeführers kennengelernt. Somit übernimmt er schon mal selbst  die Führung.

 Skipper ist trotz seines Alters noch gerne draußen in den Wäldern unterwegs,  und auch Nasenarbeit findet er super! Bei Hundebegegnungen entscheidet die Sympathie. Für Skipper suchen wir Menschen, die KEINEN Schoßhund brauchen, sondern einen täglichen Begleiter, der einfach nur für ihn  da ist. Auch eine Dauerpflegestelle könnte eine Lösung sein.

 

Milla und Bob kamen gemeinsam ins Tierheim, weil ihr Besitzer (ein Hundezüchter) verstorben ist. Da die beiden als American Bulldogs im Landeshundegesetz unter Kategorie 2 stehen, muss zur Haltung ein entsprechender Sachkundenachweis vorgelegt werden. Eine Genehmigung seitens der zuständigen Ordnungsbehörde sollte vorliegen.

 

Milla hat im Tierheim leider sehr viel Stress und kommt nur schlecht zur Ruhe. Sie braucht ein ruhiges Zuhause ohne Kleinkinder und Kleintiere. Die vierjährige Schmusebacke liebt es, gekrault zu werden. Sie kriecht förmlich in ihren Menschen hinein. Die Spaziergänge genießt sie.

 

Bob ist ein ruhiger Senior, der zwar keinen Marathon mehr laufen kann, aber trotzdem noch gerne in der Natur unterwegs ist. Sein neues Zuhause sollte ebenerdig sein mit einem Zulauf in den Garten. Der zehnjährige stattliche Rüde ist ein sehr ruhiger Vertreter ohne besondere Ansprüche.

Weltkatzentag am 8. August 2020

Seit 2002 wird alljährlich der Weltkatzentag gefeiert. Ursprünglich war der dahinter stehende Gedanke, dass auf Missstände aufmerksam gemacht werden sollte, unter denen Katzen leben bzw. gehalten werden. Katzenschutz ist nach wie vor auch heute ein wichtiges Thema. Leider gibt es immer noch zu viele Katzen, die Hilfe benötigen.

Der Deutsche Tierschutzbund belegt das Katzenelend so: Bundesweit gibt es etwa zwei Millionen frei lebende Katzen. Sie stammen ursprünglich von unkastrierten Freigängerkatzen aus Privathaushalten oder ausgesetzten Tieren ab. Durch häufige Paarungen und zahlreiche Geburten nimmt die Zahl immer weiter zu. Wenn man davon ausgeht, dass eine Katze zweimal im Jahr Kitten bekommt und pro Wurf 3 bis 5 Kitten gebärt, käme man bei nur 10 Katzen auf 60 bis 100 Kitten im Jahr. Die Kitten wiederum werden nach 5 bis 6 Monaten geschlechtsreif. Als domestizierte Haustiere sind diese Katzen auf menschliche Zuwendung angewiesen. Viele der Straßentiere leiden unter Krankheiten, Parasiten sowie Mangel- und Unterernährung. Die einzige nachhaltige und tierschutzgerechte Methode, um ihre Zahl in den Griff zu bekommen, ist die Kastration – ein Routineeingriff.

Um  die unkontrollierte Vermehrung der Katzen einzudämmen, ist eine Kastrationspflicht wichtig, die es im Oberbergischen Kreis seit dem 01.03.2018 gilt. Dafür hatte der Tierschutzverein Wipperfürth e.V. jahrelang gekämpft.

In der Verordnung wird festgelegt, dass freilebende Katzen kastriert und tätowiert oder gechipt werden müssen. Außerdem muss eine Registrierung durch Eintrag der Kennzeichnung der Katze sowie Name und Anschrift des Halters in ein kostenfreies Haustierregister wie Tasso oder Findefix des Deutschen Tierschutzbundes erfolgen.

Die Umsetzung dieser Vorgabe hat daher für das Tierheim Wipperfürth eine hohe Priorität, denn sonst kommen erfahrungsgemäß mehrfach im Jahr viele kranke Katzen mit ihren ebenso oft kranken Katzenjungen ins Tierheim.

In diesem Jahr sind die Mitarbeiter des Tierheims Wipperfürth und der Vorstand des Tierschutzvereins Wipperfürth e.V. vollkommen überrascht von der hohen Zahl der „wilden“ Katzen mit Jungen – teilweise kommen die Jungen auch erst im Tierheim zur Welt - die alleine in der ersten Jahreshälfte in unser Tierheim gekommen sind. Das ist eine große Herausforderung, da die Räume langsam nicht mehr ausreichen. Während die Kitten, wenn sie ein bestimmtes Alter haben (in der Regel 10 Wochen) und geimpft sind, erfahrungsgemäß alle schnell vermittelt werden, sind es bei den Mutterkatzen nur wenige, die etwas Zutrauen zu Menschen fassen können und auch vermittelt werden. Die meisten werden jedoch - nachdem sie selbstverständlich kastriert und gechipt worden sind – wieder an die Fundstelle zurückgebracht. Dort werden sie von ehrenamtlichen Katzenfreunden an Futterstellen gefüttert. In unserer Umgebung gibt es mehr als 20 Futterstellen mit mehr als 30 Ehrenamtlern, die die etwa 200 Katzen versorgen. Diese kümmern sich darum, dass diese Katzen kastriert werden. Ferner werden sie regelmäßig mit Futter versorgt und im Notfall auch tierärztlich betreut. Die Futterstellen sind oft auf Privatgrundstücken. Häufig gibt es Schuppen oder es werden Häuschen gebaut. Fremden zeigen sich die scheuen Katzen nicht. Wenn aber die „Katzenbetreuer“ kommen, sei es, dass sie mit einem Glöckchen klingeln, sei es, dass sie mit Löffeln an die Futterdosen klopfen, kommen die Katzen aus allen Richtungen angelaufen. Sie kennen Ihre „Dosenöffner“ und auch die Zeiten. Da wiederum die Menschen „ihre“ Katzen kennen, fallen neue Katzen oder kranke Katzen diesen immer sofort auf. Die Futterstellen werden unter anderem  durch den Tierschutzverein Wipperfürth e.V. mit Futter versorgt.

Doch das kann nicht die Lösung sein. Es gelingt erfahrungsgemäß nur, einen Teil der freilebenden Katzen einzufangen. Die restlichen Katzen vermehren sich immer weiter. Als Folge kommt es zu Inzucht, kranken und behinderten Katzen.

Daher appelliert das Tierheim Wipperfürth an die Katzenhalter, alle Katzen mit Freigang kastrieren zu lassen. Bei Zuwiderhandlung drohen Bußgelder.

Wer freilebende Katzen beobachtet, die offensichtlich kein Zuhause haben, sollte sich mit dem Tierheim in Verbindung setzen. Es wäre schön, wenn diese Katzen eingefangen und kastriert werden könnten. Helfen auch Sie mit, das Elend der wilden Katzen zu verringern.

 

Bürgerpreis 2019

Im Rahmen des 24. Neujahrsempfangs der CDU Wipperfürth erhielten wir den mit 500 € dotierten Preis - Die Überreichung fand am 16.01.20 im Pfarrzentrum St. Nikolaus, Wipperfürth statt.

Bei der Verleihung des Bürgerpreis 2019 waren auch der Justizminister des Landes NRW, Peter Biesenbach, Bürgermeister der Hansestadt Wipperfürth, Michael von Rekowski und die Bürgermeisterkandidatin Anne Loth zugegen.