Liebe Tierfreunde,

 

gestatten, mein Name ist Kuno von Wipperfürth, ich bin der rasende Reporter des Tierheims Wipperfürth. In meiner neuen Funktion als Berichterstatter werde ich Euch regelmäßig über den neusten Tratsch und Klatsch, den Tierheimalltag und das Geschehen hinter den Kulissen berichten. Ich werde Euch an viel Informativem, Schönem aber auch Traurigem teilhaben lassen.

Heute möchte ich Euch einmal erzählen, was sich unter Corona so alles für das Tierheim, seine Tiere und die Mitarbeiter geändert hat. Leider ist unser Tierheim zurzeit geschlossen. Die Mitarbeiter arbeiten in festen Teams. Interessenten müssen telefonisch einen Termin vereinbaren, um ein Tier kennenzulernen und es später vielleicht adoptieren zu können.

Ein fester, reduzierter Stamm von Gassigängern und Katzenstreichlern kann nur noch unter erschwerten Bedingungen unsere Bewohner besuchen bzw. ausführen, damit die Kontakte reduziert werden, die Tiere aber trotzdem die Zuwendung bekommen, die sie brauchen. Die Hygienemaßnahmen und die Maskenpflicht gelten für alle Menschen im Tierheim. Sachspenden können leider nur noch ganz kontaktlos vor der Tür abgestellt werden.

Hoffen wir, dass wir bald zur Normalität zurückkehren können!

 

Bis zum nächsten Mal!

Euer

Kuno von Wipperfürth

13.02.2021

 

 

Ohne Moos nix los

 

Heute komme ich mal auf einen ganz wichtigen Punkt, damit die Tiere hier weiterhin so gut leben können und versorgt werden können wie bis jetzt.

Normalerweise kommen zwei Mal im Jahr Hunderte von Menschen ins Tierheim – ich muss da immer aufpassen, dass niemand auf mich tritt – denn die Menschen können mich ja nicht sehen. Aber was soll ich sagen: Es gab letztes Jahr weder ein Sommerfest noch einen Scheunenzauber. Das hat für die Menschen, die hier für das Tierheim verantwortlich sind, Konsequenzen. Denn dadurch fehlt Geld, das nötig ist, damit die Tiere hier optimal versorgt werden können, der Tierarzt bezahlt werden kann etc. etc. Natürlich müssen auch die lieben Mitarbeiter, die sich immer um alle Tiere kümmern, bezahlt werden.

Wenn Sie uns allen helfen möchten - auch ich möchte mein Zuhause natürlich nicht verlieren, es wäre ja sonst ein langweiliges Leben - haben Sie verschiedene Möglichkeiten. An Futterspenden für unsere Tiere haben vor Weihnachten viele Tierfreunde gedacht. Geld bzw. Sachspenden wären im Augenblick  eine große Unterstützung. Auf unserer Homepage finden Sie eine Amazon Wunschliste.  Wenn Sie uns helfen möchten, könnten Sie da gezielt etwas für uns bestellen. Die Kontonummer finden Sie auch auf der Homepage.

Ich habe von den anderen Tieren gehört, dass sie – solange sie nicht vermittelt sind - doch auf jeden Fall weiter hier wohnen möchten.

Besser kann es ihnen, solange sie noch kein eigenes Zuhause haben, nicht gehen 

 

meint

Euer

Kuno von Wipperfürth

19.02.2021

 

Bloß nicht noch mehr wilde Katzen!

 

… wisst ihr noch im letzten Jahr, als sehr viele wild lebende Katzenmamas mit ihren Kitten bei uns im Tierheim eingezogen sind. Ehrlich gesagt, für mich als Maus war das doch etwas zu viel. Es hängt damit zusammen, dass so viele freilebende Katzen nicht kastriert sind, obwohl das vorgeschrieben ist. Ich möchte das in diesem Jahr nicht noch einmal erleben und daher appelliere ich jetzt dringend an alle Katzenhalter, ihre Katzen, die Freigang haben, kastrieren zu lassen. Ich habe gehört, dass es sogar eine Strafe gibt, wenn Katzenhalter das nicht machen. Auch Wohnungskatzen sollten kastriert werden. Es besteht immer die Gefahr, dass diese mal ausbüxen oder sich Freigang verschaffen, ohne dass es die Besitzer mitbekommen und dann ist es passiert.

Leider musste ich beobachtet, dass viele der Katzen, die in der Natur lebten und um die sich niemand kümmerte, sehr krank waren. Das kann selbst ich nicht mit ansehen. Die Mitarbeiter, Tierärzte und Ehrenamtler hatten alle Hände voll zu tun, die kranken Tiere wieder aufzupeppeln. Zeitweise gab es sogar ein Platzproblem in unserem Tierheim.

 

 

 

Euer

Kuno von Wipperfürth

26.02.2021

 

Unglaublich: Farbratten suchen ein neues Zuhause!

 

Da bin ich  kürzlich auf meinen täglichen Streifzügen durchs Tierheim auf etwas gestoßen, was mich zuerst doch etwas erschreckt hat. Da wurden von einem anderen Tierheim, die als Notfälle Farbratten übernommen hatten, 10 Böckchen bei uns abgegeben – ohne das mit mir abzusprechen.  Was sagt man denn als Maus dazu? Aber ich vergaß: die Menschen können mich ja nicht sehen und konnten mich deshalb natürlich nicht fragen.

Ihr kennt mich ja schon etwas. So schnell bin ich nicht sprachlos, dafür wohne ich auch schon zu lange hier.  Aber hier war ich erst einmal baff.  Es ist schon eine Weile hier, dass Farbmäuse oder Farbratten hier waren. Nun bin ich ja eine normale Feldmaus und muss mich selbst durchschlagen. Aber Farbratten sind ja gezüchtet worden und leben heute als Haustiere bei ihren Menschen.  Daher stellen sie schon ein paar Anforderungen.

Ich muss ja zugeben, als ich sie dann mal länger (heimlich) beobachtet habe, fand ich sie gar nicht mehr so schlimm.  Sie sind im Moment nur noch etwas ängstlich. Sie haben mir auch etwas über sich und ihre Wünsche für das neue Zuhause verraten. Ratten sind sehr soziale Gruppentiere und dürfen nie einzeln gehalten werden. Sie brauchen immer Gruppen von mindestens  drei - am besten gleichgeschlechtlichen - Tieren. Gemischt geschlechtliche Gruppen sollten nur gehalten werden, wenn alle Böckchen kastriert sind. Für die Haltung ist zu bedenken, dass Ratten dämmerungs- und nachtaktiv sind. Sie beschäftigen sich viel miteinander, können aber nach einer Weile auch zutraulich gegenüber ihren Menschen werden.

Unsere 10 Böckchen (9 in der Farbe Husky und 1 Albino) sind noch nicht kastriert worden. Das erfolgt aber kurzfristig. Danach können sie in ihr ihr eigenes Zuhause umziehen.

 

 

Bis bald

Euer

Kuno von Wipperfürth

21.03.2021