Unsere Notfälle

In dieser Galerie stellen wir Ihnen Tiere vor die aufgrund von Handicap, Krankheit oder aus anderen Gründen schon so lange auf ein Zuhause warten.

Wenn Sie mehr Infos über einzelne Tiere haben möchten, können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen. 

Unser blinder Moses

Name: Moses

Rasse: Malinois mix
Geboren: 2012
Geschlecht: Männlich
Schulterhöhe: Ca. 55 cm
Kastriert: Ja

Katzenverträglich: Keine Erfahrung

Im Tierheim seit: 19.8.18
Grund des Tierheimaufenthaltes: Abgabe

 

Bemerkung: Moses wurde aus gesundheitlichen Gründen des Besitzers abgegeben. Wegen einer Augenerkrankung in der Vergangenheit musste ihm ein Auge entnommen werden, auf dem anderen Auge ist er blind. Bisher hat er sich recht gut im Tierheim eingelebt, und seine Pfleger und Gassigänger kennengelernt. Er geht, trotz Blindheit, gut an der Leine, die Grundkommandos müssen jedoch weiterhin gefestigt werden.

Für Moses wünschen wir uns Hundeerfahrene Menschen, kleine Kinder sollten nicht im neuen Haushalt leben.

Unsere Corona-Katzen

Eigentlich ist es harmlos, das Coronavirus. In seltenen Fällen verursacht es ein bisschen Schnupfen oder Durchfall. Doch es gibt sie leider auch – die unglücklichen Ausnahmen –, nämlich die Katzen, bei denen das Coronavirus FIP auslöst. Rund 50 % der Katzen sind im Laufe ihres Lebens mit dem Virus in Berührung gekommen. Ein Ansteckungs-Risiko für Freigänger besteht daher immer.

Wenn eine gesunde Katze mit dem Coronavirus infiziert wird, reagiert ihr Immunsystem mit Antikörpern gegen das Virus. Die Infektion wird erfolgreich bekämpft. Diese Antikörper sind im Blut (Antikörper-Titer) nachweisbar. Wenn das Coronavirus zum FIP-Virus mutiert, kann dieses veränderte Virus die Fresszellen der Immunabwehr infizieren und gelangt auf diesem Weg über das Blut überall in den Körper der Katze. Je nach Stärke des Immunsystems kommt es gleich, gar nicht oder einige Zeit später zum Ausbruch von FIP.

Kommt es zum Ausbruch der Krankheit, gibt es eine milde und eine schwere Form. Die milde Form nennt sich "Feliner enteraler Coronavirus" (FECV), die schwere Form "Feline Infektiöse Peritonitis" (FIP), zu Deutsch "ansteckende Bauchfellentzündung". Es handelt sich dabei um dieselben Coronaviren, aber im Fall von FIP mutieren die Erreger zu einer aggressiven Form, die leider für gewöhnlich tödlich endet. Zum Glück passiert das aber nicht so oft. Nur zehn Prozent der Katzen, die sich mit dem Coronavirus anstecken, bekommen FIP. Das heißt, bei 90 Prozent der infizierten Tiere kommt es entweder zu keinerlei oder vorübergehenden, milden Beschwerden.

Katzen, die das Feline Coronavirus in sich tragen, scheiden den Erreger mit dem Kot aus – auch wenn sie keine Symptome einer Erkrankung zeigen. Über Nase und Mund können sich andere Katzen dann anstecken, zum Beispiel, wenn die Tiere an infiziertem Kot schnuppern oder durch ein gemeinsam genutztes Katzenklo damit in Kontakt kommen. Kätzchen können sich außerdem durch den engen Kontakt bei ihrer Mutter anstecken, wenn diese das Virus in sich trägt. Die Gefahr einer Übertragung steigt, wenn viele Katzen auf engem Raum miteinander leben und die hygienischen Bedingungen schlecht sind.

Wenn bei einer Katze die Coronaviren zu FIP-Viren mutiert sind, bedeutet das nicht, dass die betroffene Katze sofort an FIP erkranken wird. Da sie ja vorher schon mit dem Coronavirus infiziert war, kann ihr Immunsystem die Antikörper bereitstellen, um das mutierte FIP-Virus in Schach zu halten. Es gibt Theorien, dass eine gesunde Katze mit einem stressfreien und artgerechten Leben noch jahrelang gesund bleiben kann oder FIP sogar niemals ausbrechen muss.

Anders sieht es dagegen bei jungen, alten, gestressten oder kranken Katzen aus. Ihr Immunsystem ist entweder noch nicht voll ausgeprägt oder durch Krankheit, Stress oder Alter geschwächt. Stressauslöser können Revierwechsel, Probleme mit anderen Katze oder dem Menschen, Tierarztbesuche und noch einiges mehr sein. Die Folge ist eine erhöhte Produktion der FIP-Viren, die sich im ganzen Körper ausbreiten.

Bei betroffenen Katzen sollte im Zusammenhang mit der Krankheit vor allen Dingen auf eine gesunde Ernährung geachtet werden. Es sollte versucht werden, das Immunsystem zu pflegen und eine Katze so artgerecht wie möglich zu halten.

Im Tierheim Wipperfürth leben 4 Corona-Katzen in einem Außengehege. Diesen Katzen geht es gesundheitlich sehr gut. Sie haben Lebensfreude und den Wunsch nach einem schönen, ruhigen zu Hause in dem sie so geliebt werden wie sie sind.

Bei Rückfragen zu diesem Thema stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne zur Verfügung.

 

Unser Dreibein Lucky

Name: Lucky
Rasse: Labrador Mischling
Geboren: Ca. 2009
Geschlecht: Männlich
Schulterhöhe: Ca. 50 cm
Kastriert: Ja

Katzenverträglich: Nein
Im Tierheim seit: 24.03.2016
Grund des Tierheimaufenthalts: Abgabe

 

Bemerkung: Der Hund ,der immer lächelt!  Lucky ist ein netter, kastrierter Rüde, den wir vom ETN (Europäischer Tier- und Naturschutz e.V.) übernommen haben.

Lucky ist ein freundlicher Rüde, der die Aufmerksamkeit seiner Bezugspersonen in vollen Zügen genießt. 

Auf Spaziergängen achtet er stets auf das andere Ende der Leine. Er ist immer aufmerksam und sucht Kontakt in Form von Schmuse- und Streicheleinheiten.  

Im Wald an einer Schleppleine sucht er gerne Leckerchen und ist immer bereit, Neues zu lernen. 

Mit Hunden kommt er in der Regel gut aus, jedoch neigt er zur Eifersucht, weshalb in seinem neuen Zuhause keine Artgenossen oder andere Tiere leben sollten.

Da Lucky beim ersten Besuch im Tierheim meist etwas unfreundlich auf fremde Menschen reagiert, sollten seine Interessenten zum Kennenlernen Einfühlungsvermögen und Geduld mitbringen. 

Sein Linkes Vorderbein verlor er bei einem Autounfall. Seine Behinderung beeinträchtigt ihn beim Laufen, Spielen und Herumpringen im Auslauf und auf langen Spaziergängen nicht. 

Für Lucky wünschen wir uns Menschen mit Hundeerfahrung, einen kinder- und tierlosen Haushalt, wo ihm liebevoll seine Grenzen aufgezeigt werden. Der Besuch in einer Hundeschule würde ihm und seinem zukünftigen Halter sicherlich viel Freunde bereiten.

Klein aber Fein, unser Truman

Name: Truman
Rasse: Terrier
Geboren: 2010
Geschlecht: Männlich
Schulterhöhe: Ca. 30 cm
Kastriert: Ja

 Katzenverträglich: Kennt Katzen
Im Tierheim seit: 10.09.2016
Grund des Tierheimaufenthalts: Abgabe

 

Bemerkung: 

Unser "Tierheim-Napoleon" Truman – klein aber mit Persönlichkeit - ist intelligent, witzig und sich für kein Kunststück zu schade. In Begegnungen mit anderen Hunden reagiert Truman stehts nett oder neutral, nie grundlos garstig und kommuniziert deutlich. Truman bestreitet all seine Spaziergänge und Ausflüge mit anderen Hunden gemeinsam. Er ist den Kontakt mit Artgenossen gewohnt, möchte in seinen eigenen vier Wänden jedoch Alleinherrscher bleiben. Mit Katzen lebte Truman in seinem bisherigen Leben ebenfalls zusammen aber auch hier beansprucht er den Thron für sich.

Über die Vergangenheit des temperamentvoller Spaniers, wissen wir wenig. Was wir wissen ist, dass er Menschen vergöttert, kuscheln und gemeinsame Unternehmungen findet er fantastisch, jedoch gibt es Einschränkungen; Truman ist zwar klein, aber kein Schoßhund, hochgehoben werden möchte er nicht. Ebenso fallen ihm Tierarztbesuche schwer; denn auch wenn er uns Zweibeiner gut findet, scheinen vergangene Erfahrungen dazu geführt zu haben, dass er so viel Hingabe und Vertrauen – in dieser für ihn überaus beängstigenden Situation - nicht aufbringen kann. Auto fahren hingegen ist für den unternehmungsfreudigen Rüden kein Problem, doch das Ein- und Aussteigen übernimmt er selbst, denn er ist schließlich kein gebrechlicher Opi! Im Gegenteil: der agile Terrier unternimmt mit seiner zweibeinigen Spezialfreundin mit großem Elan 12 km Wanderungen, außerdem besuchen die beiden jeden Samstag das Futterhaus, wo Truman schon gern gesehener Stammgast ist und jedermann um seinen Finger wickelt.

Allgemein orientiert sich der Rüde, seit seiner Ankunft bei uns, zunehmend an seinen Betreuern und ist sehr umweltfest geworden. Nicht zu vergessen ist, dass Truman eine absolute Ausnahme für seine Rasse darstellt, denn Jagdtrieb wurde ihm nicht mit in die Wiege gelegt. Dennoch sitzt er nun mehr schon seit zwei Jahren bei uns im Zwinger.  Gibt es denn niemanden, der darauf verzichten kann einen kleinen Hund hochzuheben und stattdessen Lust hat, einer ganzen Persönlichkeit in kleinem Format auf Augenhöhe zu begegnen?

Kleiner Wirbelwind Rocky

Name: Rocky

Rasse: Spitz-Mix

Geboren: ca. 2010

Geschlecht: Männlich

Schulterhöhe: ca. 40 cm

Kastriert: Ja

Katzenverträglich: Keine Erfahrung

Im Tierheim seit: 04.03.2015

Grund des Tierheimaufenthalts: Abgabe

 

Bemerkung: 

Unser Rocky hat viel erlebt. Sein erster Besitzer behandelte den Rüden eher schlecht als recht, was seine Spuren hinterließ; bis eine Dame, die nicht wegsehen konnte, ihn zu sich nahm. Nach seiner Rettung wurden Rocky leider keine Grenzen gesetzt und so übernahm der kleine Spitz die Beschützerrolle im Haushalt, als sein Frauchen zum Pflegefall wurde, schoss bei Betreten der Wohnung durch Fremde ein wütendes schwarzes Fellknäuel unter dem Tisch hervor und zwickte dem Pflegepersonal in die Waden.

So kam Rocky zu uns, vor mittlerweile fast 4 Jahren. In der Zeit hat der fröhliche Spitz-Mix sich stark entwickelt, dennoch bleiben natürlich Baustellen. Rocky braucht Zeit um Menschen kennenzulernen, aber hat man sein Vertrauen gewonnen, kann man sich vor Schmuseeinheiten kaum retten. Er baut eine intensive Bindung zu Bezugspersonen auf und lernt mit diesen auch gerne neues kennen. Hier im Tierheim hat er ehernamtliche „selbsterwählte Adoptiveltern“, die seit seinem Einzug bei uns mit ihm spazieren gehen und seinem Leben Routine geben. Durch sie lernte der wissbegierige Rüde bereits zahlreiche Kommandos und Kunststückchen auszuführen. Gerne wären Rockys ehrenamtliche Betreuer bereit, Interessenten in der Kennenlernphase mit ihm zu begleiten.

Andere Hunde sind ein Highlight für den Rüden und werden – unabhängig vom Geschlecht – sofort in ein Spiel eingebunden. Für uns Tierpfleger gehört Rocky nach all den gemeinsam verbrachten Jahren zum Tierheimleben dazu. Der kleine Fellknäul hat sich nach und nach in die Herzen all seiner Pfleger geschlichten. Heutzutage fast der Rüde zu Neuankömmligen in windeseile Vertrauen und lässt sich sogar streicheln. Jedoch: Rocky weiß was er will und entscheidet selbst, wann der richtige Zeitpunkt für seinen ersten Zuneigungsbeweis gekommen ist. Wir hoffen sehr eines Tages jemanden zu finden, der Konsequenz und Behutsamkeit vereint, jemanden bei dem Rocky die Seele baumeln lassen und dem er voll und ganz vertrauen darf, jemanden der das beste aus unserem kleinen Teufelchen rauskitzeln kann.