Zum Inhalt springen
Tierheim Wipperfürth
Jetzt spenden
Alle Neuigkeiten

Pressemitteilung

Weltkatzentag 08.08.2026

Straßenkatzenleid auch im Oberbergischen außer Kontrolle

Zum Weltkatzentag am 8. August macht der Tierschutzverein Wipperfürth e.V. auf die dramatische Situation der Straßenkatzen im Oberbergischen Kreis aufmerksam. Immer mehr der Tiere müssen versorgt, medizinisch behandelt und kastriert werden. Gleichzeitig stoßen die Tierschützer personell und finanziell an ihre Grenzen.

Auch in diesem Jahr wurden bisher wieder rund 50 Katzenbabys im Tierheim Wipperfürth aufgenommen und versorgt – und die Saison ist noch lange nicht vorbei. Weitere Mutterkatzen mit Nachwuchs wurden bereits von aufmerksamen Tierschützern gesichtet und sollen in den kommenden Wochen gesichert und in die Obhut des Tierheims gegeben werden. Die Zahl der aufgenommenen Straßenkatzen wird daher weiter steigen.
„Wir erleben täglich das Leid der Straßenkatzen. Immer wieder finden wir Tiere, die schwer krank, völlig entkräftet oder verletzt sind. Viele Jungtiere sind so geschwächt, dass sie nicht überleben“, beschreibt Nadine Hühnerbach, 1. Vorsitzende die dramatische Situation. „Wir versorgen die Katzen an Futterstellen, organisieren Kastrationen und päppeln Tiere auf, doch unsere personellen und finanziellen Möglichkeiten sind längst erschöpft.“

Dass es sich nicht nur um ein regionales, sondern um ein bundesweites Tierschutzproblem handelt, zeigt der neue „Große Katzenschutzreport“ des Deutschen Tierschutzbundes. Demnach leben in Deutschland mehrere Millionen Straßenkatzen. Hunger, Krankheiten, Parasiten und Verletzungen sind die Regel. Obwohl das Leid immens ist, bleibt es aufgrund der versteckten Lebensweise der Straßenkatzen oft unbemerkt. Tierheime und Tierschutzvereine, die sich um Straßenkatzen kümmern, arbeiten seit Jahren an ihrer Belastungsgrenze.

Alle Straßenkatzen stammen ursprünglich von nicht kastrierten Katzen mit Freigang ab. „Solange die Politik nicht handelt und Freigängerkatzen nicht konsequent kastriert werden, werden immer neue Katzen geboren, die auf der Straße um ihr Überleben kämpfen. Dieses Leid ist vermeidbar“, sagt Hühnerbach. Das Tierheim Wipperfürth schließt sich deshalb der Forderung des Deutschen Tierschutzbundes nach einer bundesweiten Kastrationspflicht für Freigängerkatzen an.

Dass eine bundesweite Kastrationspflicht auf breite Akzeptanz stößt, zeigt ebenfalls der Katzenschutzreport des Deutschen Tierschutzbundes: 92 Prozent der Katzenhalter würden ihre Katze kastrieren lassen, wenn dadurch das Leid der Straßenkatzen verringert und Tierheime entlastet würden. Zudem erwarten 95 Prozent der Tierschutzvereine, dass eine solche Regelung ihre Arbeit spürbar erleichtern würde. Für den Tierschutzverein Wipperfürth belegen die Ergebnisse eindeutig, dass eine bundesweite Kastrationspflicht dringend notwendig ist und die Politik jetzt handeln muss.